Weihnachtsfeier an der Geschwister-Scholl-Hauptschule Aichach am 16. 12. 2009

Singen wir im Schein der Kerzen, ja dann öffnen sich die Herzen“ – Dieses Lied, gesungen von der Klasse 6d, spiegelte die Stimmung in der vollbesetzten Aula der Geschwister-Scholl-Hauptschule Aichach wider, als Rektor Franz Negele die überaus zahlreich erschienen Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern zur traditionellen Weihnachtsfeier begrüßte. In dieser staden, manchmal aber auch hektischen Zeit gelte es mal zurückzublicken auf das von Krisen und Naturkatastrophen gekennzeichnete Jahr, aber auch auf manches Positive, das jeder einzelne erfahren hat, seien es kleine Erfolge im privaten Leben oder gute Noten in der Schule. Vieles in der Welt lässt sich nicht beeinflussen, doch einiges kann in der eigenen Umgebung, in der Familie durch den ganz persönlichen Einsatz zum Guten verändert werden. Möge Weihnachten ein Fest des Friedens und der Freude werden, so der Schulleiter. Zugleich wünschte er allen Gästen einen stimmungsvollen und besinnlichen Abend und richtete seinen Dank vor allem an die Elternbeiräte mit ihrem Vorsitzenden Stephan Gesell, die für heiße Getränke und ein abwechslungsreiches Speisenangebot gesorgt hatten, und auch an den Verein türkischer Eltern. Ebenso sprach Rektor Negele sein Lob aus den Schülerinnen und Schülern, die mit ihren Lehrkräften ein unterhaltsames Programm in der Vorweihnachtszeit einstudiert haben. Mit einem Lebkuchenherz, das die Verbundenheit mit dem vom Elternbeirat neu gegründeten Förderverein ausdrücken soll, rief er zum Beitritt in diesen Verein auf. Der Spendenerlös komme voll den Schülern zugute.

Eingangs der Veranstaltung hatte bereits Stephan Gesell auch dafür Werbung gemacht und die Mitglieder des Elternbeirates vorgestellt. Zweiter Konrektor Paul Schellenbauer überreichte dem Elternbeiratsvorsitzenden ein kleines Präsent für dessen außerordentliches Engagement zu Gunsten der Schüler.

Schulsprecherin Jana Zimmermann (10a) führte anschließend durch das Programm, das mit dem schwungvollen Song „Mary`s Boychild“ (Klasse 6d, einstudiert von Lehrerin Petra Neft) fortgesetzt wurde. In der Spielszene „Der Weihnachtsmann ist krank geworden“ brachte die Klasse 5c zum Ausdruck, dass nicht allein wertvolle Geschenke zum Fest die Menschen  glücklich machen, sondern Liebe, Zusprache und Geborgenheit als „innerliche“ Geschenke wichtig seien. Zum freudvollen Mitsingen luden die Gitarrengruppe (Leitung Bernhard Reitmayer) und die Klasse 9fP (Praxisklasse mit Herbert Greifenegger) ein mit den Liedern „Alle Jahre wieder“ und „Leise rieselt der Schnee“.

 

Was es mit dem vom König erlassenen „Neuen Gesetz“ auf sich hatte, erzählte die Klasse 5a. Kinder dürften nicht mit Gewaltanwendung erzogen werden, sondern mit Zuneigung und Verständnis.

Eine zünftige und aufmunternde Stimmung erzeugte die Schulband unter ihrer Leitung von Lehrer Christoph Meyer mit ihren Liedern „All I want for Christmas“ und „Christmas is all around“. Kräftige Mädchenstimmen rissen die Zuhörer wie schon im letzten Jahr zu einem lauten Applaus hin.

Kaum zu überbieten war die Stille beim von der Tanzgruppe (Einstudierung Erika Chalinski) dargebotenen „Lichtertanz“. Die getragene, fast meditative Musik lud zum Innehalten, zum Nachdenken und Verweilen ein in dieser oft so turbulenten Welt.

Die Schulspielgruppe unter der bewährten Regie von Michael Schmidberger gab mit der Spielszene „Aktion Weihnachtsstern“ ihr Bestes. Mit einem zum Fernrohr umgewandelten Regenrohr wurde es Menschen ermöglicht, gegen eine kleine Spende den Weihnachtsstern zu sehen, und mit dieser Idee konnte eine hilfsbereite Gruppe von Schülern einem verarmten und kranken ehemaligen Artisten wieder zu einem „normalen“ Leben verhelfen.

Das gemeinsam gesungene Lied „O du fröhliche“ schloss das heftig beklatschte offizielle Programm der Weihnachtsfeier ab.

Nun bot sich den Gästen die Möglichkeit, sich an den Ständen des Elternbeirates und des Vereins der türkischen Eltern zu stärken, die rings um ein hell loderndes und wärmendes Weihnachtsfeuer auf dem Schulhof aufgebaut waren. Aber auch die von den siebten Klassen im Hauswirtschaftsunterricht gefertigten Erzeugnisse, z.B. Schokoladenknusperchen, Hollunder-Essenz oder Trüffelspitzen, konnten erworben werden, ebenso die von den Eltern der Klasse 6d gebackenen Plätzchen, die von den neunten Klassen im Kunstunterricht gedruckten Weihnachtskarten und die selbstgebastelten Engelchen der Klasse 6b.

Werner Langer