Planspiel Börse in Aichach

Hier tun die Verluste nicht wirklich weh

Von Nadine Pflaum

Aichach Turbulent war das Börsenjahr 2008: Finanzkrise und Hiobsbotschaften machten Vorhersagen fast unmöglich. Das bekamen auch die Teilnehmer des Planspiel Börse der Stadtsparkasse Aichach zu spüren. Von insgesamt 56 Gruppen mit 250 Schülern machten 40 Verlust, nur 16 konnten Gewinn in ihrem Depot verbuchen.

Nun wurden die Siegergruppen von Vorstandsvorsitzender Birgit Cischek gekürt. Gewonnen haben vier Schüler von der Geschwister-Scholl-Hauptschule Aichach. Das Team "Die Börsenchecker" mit Patrick Westermayer, Benedikt Christoph, Laura Fröschl und Franziska Gaugenrieder machte aus seinem Startkapital von 50 000 Euro satte 68 500 Euro. "Wir haben Volkswagen-Aktien gekauft und zum richtigen Zeitpunkt wieder verkauft", erklärt Benedikt Christoph die Strategie seines Teams. Außerdem hatten die "Börsenchecker" auch in diverse andere Werte investiert. Aber alles außer den VW-Aktien sei ins Minus gerutscht, erklären die Schüler. Für ihr Abschneiden bekam das Team einen Einkaufsgutschein für ein Sportgeschäft. Bayernweit liegen sie mit ihrem Ergebnis auf Platz 328, bundesweit auf Platz 974.

Den zweiten Platz erreichte ebenfalls eine Gruppe von der Geschwister-Scholl-Hauptschule: Die "Nuspl-AG" mit Lena Posch, Sarah Christl, Anton Kügle, Manuel März und Jasdip Singh schloss das Spiel mit einem Depotstand von 63 300 Euro ab. Dafür gab es ein Kinokomplettpaket für die Schüler.

 

Den dritten Platz haben sich die "Zweieuropfennigmeister" mit Amelie Kirschner, Alexandra Kistler, Stefanie Kratz, Gloria Rehm und Sophie Schmid vom Deutschherren-Gymnasium erkämpft. In ihrem Depot befanden sich am Schlusstag 60 800 Euro. Dafür bekamen die "Meister" Kinogutscheine.

Und auch die Wittelsbacher Realschule ging nicht leer aus. Hier war das Team Kajokasi mit Katharina Klarmann, Kathrin Balleis, Johanna Greß, Katharina Haas und Simone Schamberger erfolgreich. Sie tippten den Euro Stoxx auf einen Wert von 2 500 Punkten: Er schloss bei 2438 Punkten. Birgit Cischek lobte das gute bayernweite Abschneiden ihrer Aichacher Gruppen. Alle drei sind bayernweit unter den ersten 700 Gruppen - bei 10 455 teilnehmenden Teams.

Die K!ar.Text-Mannschaft der Aichacher Nachrichten spielte dieses Jahr gegen die Gruppe Gerlinde 66 vom Deutschherren-Gymnasium. Die Schülerinnen hatten mehr Ahnung von der Börse als die Nachwuchsjournalisten.

Das K!ar.Text-Team hatte am Ende etwa 10 000 Euro weniger im Depot als Gerlinde 66. Im echten Börsenleben hätten jedoch beide Gruppen verloren. Sie fuhren Verluste ein. Das Team der Aichacher Zeitung zockte besser und hatte am Ende mehr auf dem Konto als die Konkurrenzgruppe von der Realschule.

Aichacher Nachrichten. 21.01.2009